20.12.2003

Drei Monate lang treffen im Stadtjugendring Göttingen fast wöchentlich Abgeordnete, junge Politiker/innen und Jugendliche aufeinander. Alle Göttinger Abgeordneten im Land- und im Bundestag und Vertreter/innen einer parteinahen Jugendorganisation diskutieren mit Jugendlichen aktuelle Fragen der Politik.
Unsere ersten Gäste waren Thomas Oppermann MdL (SPD) und Christian Henze (Jusos), die angeregt mit Jugendlichen über die Ausbildungsplatzabgabe und Studiengebühren stritten. Thomas Oppermann hat als Wissenschaftsminister die Gebühren für Langzeitstudierende in Niedersachsen eingeführt und ist Gegner einer Ausbildungsplatzabgabe. Ganz im Gegenteil zu Christian Henze, der diese für ein wirkungsvolles Instrument zur Schaffung von Ausbildungsplätzen hält.
Am 19. November dann stellten sich Hartwig Fischer MdB (CDU) und Dinah Stollwerk (JU) den Fragen. Hartwig Fischer ist engagierter Entwicklungspolitiker aber kennt sich auch als ehemaliger Landtagsabgeordneter in der niedersächsischen Politik aus.
Gabi Andretta MdL (SPD) und Heike Boldt (Jusos) sprachen vor allem über Möglichkeiten Schulen für Schüler/innen und Lehrer/innen attraktiver zu gestalten und über Wege soziale Ungerechtigkeiten im deutschen Bildungssystem zu verhindern. Gabi Andretta sieht dabei vor allem die Ganztagsschule und eine verbesserte Lehrer/innenausbildung als wichtige Schritte an. Dabei ging es auch um die Frage, wie Männer stärker in Bildung und Erziehung von Kindern einbezogen werden können und wie es für Frauen und Männer möglich sein kann, Arbeit und Familie zu vereinbaren.
Fragen des politischen Engagements und der Bedeutung von Parteien standen im Mittelpunkt des Gespräches mit Inge Wettig-Danielmeier, der Schatzmeisterin der SPD, und mit Eva Wucherpfennig (Jusos). Inge Wettig-Danielmeier betonte die Bedeutung und den Einfluss den Parteien und der einzelnen Parteimitglieder. Inge Wettig-Danielmeier betonte dann noch die Notwendigkeit und auch die Richtigkeit der anstehenden Reformen in der Arbeitsmarkt- und Rentenpolitik, die zwar für bestimmte Gruppen nachteilig sind, aber der einzige Weg seien, die sozialen Sicherungssysteme in Deutschland zu erhalten.
Und jedeR, die oder der an mehr als vier Veranstaltungen teilnimmt, bekommt ein Tour-T-Shirt ganz für sich alleine auf dem groß das Motto der Veranstaltung steht: "Wenn Ihr wissen wollt, was wir denken dann fragt uns doch einfach!"
Im Januar wird es noch Möglichkeiten geben mitzudiskutieren und dabei das T-Shirt zu bekommen.
Di, 13.01.2004
Stefan Wenzel MdL
Silke Gebel
B90/Grüne
Do, 22.01.2004
Jürgen Trittin MdB
N.N.
Grüne Jugend-B90/Grüne
Di, 27.01.2004
Dr. Harald Noack
Vera Wucherpfennig
CDU
Mi, 04.02.2004
Wolfgang Hermann MdL
Frederik Röder
FDP
Mehr Infos zum Stadtjugendring gibt es unter www.sjrg.de
Barbara Rehbehn, Mitarbeiterin des Projekts jeunesse beim Stadtjugendring Göttingen.

|