20.06.2002

Im Juni 2002 kommt es zu einem erbitterten Poeten-Kampf. Aber nicht nur in der Politik haben die Jusos die Nase vorn.
In der "Jungen Union News Göttingen" (JUNG) verfasst ein Vorstandsmitglied der JU eine suboptimal stilistische Hommage an den SPD-Fraktionschef und Karnevalsexperten Thomas Wedrins.
Überzeugend formulierte Juso-Chef Christmann, aus der Sicht und mit den Worten des Thomas W.:
Mein lieber Herr Guth, Ihr Name spricht Bände!
Ein fröhliches Antwortgedichtlein ich sende,
Doch diesmal mit besserer Orthographie -
Auch das Versmaß paßte bei Ihnen fast nie,
So daß, trotz karnevalsprinzlichem Segen,
Beim Lesen so manches im Argen gelegen.
Es ist zwar recht nett, mir zweimal zu schreiben
Mein Herz sei ganz rein (so soll es auch bleiben),
Doch der Spruch grad' davor, der wundert mich schon
Aufgrund der Gesamtlänge meiner Person:
Mich fälschlich mit "ich bin klein" titulieren...
So'n Bock kann nur den Union-JUNGs passieren!
Es scheint Sie doch sehr in der Nase zu kitzeln,
So über den Fraktionsvorsitz zu witzeln,
Doch wenn Sie dann alt und reif genug scheinen
Den Streß solches Amt's mal auf sich zu vereinen,
In zehn bis zwölf Jahren will ich grob vermuten...
Gehör'n Sie ernsthaft dann noch zu den "Guthen"?
Dann werden wir sehen, was so für Sie bleibt:
Es gibt manchen Menschen, der Spottverse schreibt.
Und wenn dann ein Schelm kommt, der folgendes spricht:
"Er heißt zwar noch Guth, aber gut ist er nicht!"
Dann müssen Sie's schlucken und Rückenmark zeigen,
Man darf wegen Ihn'n nicht die Sache vergeigen...
Drum, lieber Herr Guth, Ihr Name spricht Bände!
Nach diesem Gedicht, das ich Ihnen sende
Empfiehlt sich Besinnung, das Denken zum einen:
Wer drinsitzt im Glashaus, der wirft nicht mit Steinen!
Ein braver Versuch war's, ein bißchen mit Motzen,
Doch bei scharfer Betrachtung war's doch mehr zum...
(Stefan Christmann) 
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