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08.10.2003


The Black Eyed Peas ­ alias will.i.am, apl.de.ap, Taboo und Fergie stammen aus der Umgebung von Los Angeles und machen energiereichen HipHop. Auf ihrem dritten Album "Elephunk", einem guten Mix aus Live-Instrumenten und traditionellen Beats und Samples, spielen sie mit Pop, Jazz und Elektro.Durch alle Songs zieht sich ein Band von Qualität und Abwechselungsreichheit. Mit ihrer kraftvollen Stimme begeistert die Sängerin Fergie zusammen mit den anderen Verbal-Akrobaten der Gruppe nicht nur Liebhaber guten Raps. "Dies ist zweifelsfrei ein HipHop-Album, aber wir hatten eben nicht nur HipHop in unseren Köpfen, als wir es begonnen haben", sagt will.i.am. "Wir wollten einfach nur gute Songs, gute Musik machen. Nicht nur irgendwelche Stereotypen à la 'Mein Style ist so und meine Rhymes sind so' wiederholen. Natürlich sind auch solche Stilmerkmale auf dem Album, aber eigentlich haben wir die Nase von solchen nichtssagenden Platitüden voll." Nebenbei findet sich mit "Anxiety" auf der CD noch eine Gemeinschaftsproduktion mit Papa Roach. In Deutschland bekannt geworden ist die Band aber wohl eher mit "Where is the love" in Zusammenarbeit mit Justin Timberlake, das neben der bissigen Gesellschaftskritik in "Let's Get Retarded" wohl das Lied mit den meisten politischen Statements ist.

"Overseas, yeah, we try to stop terrorism

But we still got terrorists here livin'

In the USA, the big CIA

The Bloods and The Crips and the KKK

But if you only have love for your own race

Then you only leave space to discriminate

And to discriminate only generates hate"

 

 

Entgegen allen Annahmen der Band hielt sich der Song sechs Wochen in den Top 40. Mitten während des Irak- Kriegs vermittelte das durch den 11. September inspirierte Lied die Antikriegs-Einstellung der Bandmitglieder.

 

 

"Nations droppin' bombs

Chemical gasses fillin' lungs of little ones

With the ongoin' sufferin' as the youth die young"

 

 

 

"Da geht soviel negatives Zeug in der Welt ab.", sagt will.i.am und setzt - auf den ersten Blick naiv - Liebe als Alternative dagegen. Ob das 40-Personen-Orchester im Hintergrund oder die Tatsache, dass Justin Timberlake mitsingt, den Song so weit gebracht hat, kann man hinterher nicht mehr sagen. Es ist auf jeden Fall eine gute Möglichkeit gewesen, für den Frieden Werbung zu machen.

 

 

„People killin', people dyin'

Children hurt and you hear them cryin'

Can you practice what you preach

And would you turn the other cheek"

 

 

Elephunk The Black Eyed Peas

http://www.blackeyedpeas.com/

Interscope Records, 2003

 

 

 

(Stefan Christmann)