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04.10.2003


Als ich den Trailer zu „Fluch der Karibik“ gesehen habe, dachte ich zunächst „na ja gut, scheint ja ziemlich trashig zu sein der Film“. Aber das muss ja nicht unbedingt schlecht sein, zumal ich schon als Kind immer Piratenfilme geliebt habe.

 

Wichtig bei Trashfilmen ist aber immer, dass man sich vorher etwas alkoholisiert - dann hat man meistens richtig was zu lachen. Gedacht, getan: ein paar Bier getrunken und ins Kino gegangen. Schon bei der ersten Szene kommt eine unverwechselbare Komik auf: Trockener Humor - für mich der beste, den es gibt. Vor allem erzeugt durch Johnny Depp als Pirat Captain Jack Sparrow, der einen an der Schraube zu haben scheint - vor allem eitel und überkandidelt ist als befände er sich ständig auf einem Catwalk. Dadurch ist er aber auch die gelungenste Figur des Filmes, die den Zuschauer sofort in ihren Bann zieht. Sie scheint im übrigen Johnny Depp auf den Leib geschrieben zu sein, hat der sich doch schon des Öfteren durch ironische Darstellungen von Helden ausgezeichnet (z.B. in „Dead Man“ oder „Don Juan de Marco“). Schon jetzt gilt die Figur des Jack Sparrow als bester „schlechtester Pirat aller Zeiten“. Auch in den Nebenrollen trollen sich einige sehr bizarre und originelle Gestalten, z.B. Geoffrey Rush als Bösewicht Barbarossa. Kurz zum Inhalt: Captain Jack Sparrow versucht sein Piratenschiff Black Pearl, das er durch eine Meuterei seiner Besatzung verloren hat, zurück zu ergattern. Die Gerüchte, die Black Pearl werde nur noch von Untoten gesteuert, halten ihn nicht von seinem Plan ab. Dann wird auch noch ausgerechnet die hübsche Tochter des Gouverneurs Elisabeth, gespielt von der hübschen Keira Knightley („Kick it like Beckham“), von der Black Pearl Besatzung entführt. Mit ihrem heimlichen Verehrer Will (Orlando Bloom, Legolas bei „Herr der Ringe“, auch nicht schlecht anzusehen) findet Captain Sparrow einen Verbündeten. Von nun an beginnt eine abenteuerliche Reise, die geprägt ist durch unerwartete Wendungen, Verwicklungen und der (nur etwas kitschigen) romantischen Liebesgeschichte zwischen Will und Elisabeth.

 

Der Film glänzt durch die Emotionen, die er freisetzt: Er ist zugleich spannend, witzig, aber auch romantisch. Unterstützt wird die opulente Inszenierung durch den fantastischen Soundtrack von Klaus Badelt.

 

Ich bin mir sicher, dass ich diesen Film auch im nüchternen Zustand als eine Wohltat empfunden hätte und ihn sicherlich noch viele Male ansehen werde. So viel gelacht habe ich schon lange nicht mehr und lachen ist ja bekanntlich gesund.

 

(Nadine Gersberg)