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29.05.2003

Just zur Zeit, in der die DDR in ihren letzten Zügen liegt, fällt die überzeugte DDR - Bürgerin Christine Kerner (Katrin Saß) ins Koma und wacht erst wieder auf, als die deutsche Einheit längst vollzogen ist –zumindest auf dem Papier, wenn auch nicht in den Köpfen.
Jede Aufregung halten die Ärzte für extrem gesundheitsgefährdend und so entwickelt Sohn Alex (Daniel Brühl) einen erstaunlichen Ehrgeiz darin, dass untergegangene Arbeiter –und Bauernregime als noch immer präsenten Status Quo zu inszenieren und somit für seine Mutter am Leben zu erhalten- das Rad wird zurück gedreht. Auf humorvolle und subtile Weise erlebt der Zuschauer, wie sich der Westen in den Osten aufmacht, was es Alex enorm erschwert die DDR mit ihren Spreewald Gurken und der Aktuellen Kamera aufrechtzuerhalten.
Dieser Film nimmt nach eigener Homepage für sich in Anspruch ,eine Ost-West-Komödie zu sein, dieses Kriterium erfüllt dieser Film ganz sicher nicht. Es handelt sich eher um eine Mischung aus Melancholie und Humor eingebettet in einem familiären Drama, welches im Prinzip in jeder anderen fiktiven Welt auf 79 m² dargestellt werden könnte. Aber genau diese Mischung aus Humor und Melancholie und zum anderen die Austauschbarkeit der Welten, machen den Film durchaus sehenswert, man sollte sich nur vorher nicht vom Trailer, der diesem Film in keinster Weise gerecht wird, in die Irre führen lassen.
Und so bleibt festzuhalten, dass es nach dem Reinfall von Anatomie 2 doch noch gute deutsche Filme gibt.
(Eva Wucherpfennig) 
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