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Februar 2006

„Jusos Göttingen wählen neuen Unterbezirksvorstand“
Die Jusos im Unterbezirk Göttingen haben auf ihrer Jahreshauptversammlung am Samstag dem 11.2.2006 einen neuen Vorstand gewählt.
Nachdem der bisherige Juso-Vorsitzende Sascha John wegen Studium und Wahlkampf nicht mehr für den Vorsitz antrat, wurde mit 96,3% der abgegebenen Stimmen Heike Boldt zur neuen Vorsitzenden der Jusos im Unterbezirk Göttingen gewählt.
„Ich gratuliere Heike zu ihrem hervorragendem Ergebnis und bleibe den Jusos eng verbunden“, sagte Sascha John zu seinem Abschied.
Heike Boldt ist 24 Jahre alt und studiert nach einer Ausbildung bei Vandenhoeck & Ruprecht zur Verlagsbuchhändlerin Politikwissenschaften an der Universität Göttingen.
Als stellvertretende Vorsitzende gewählt wurden Dorle Meyer, 26, Studentin, Steffen Kreitz, 20, Zivildienstleistender, Pia Liepe, 16, Schülerin, Marlena Foth, 17, Auszubildende, Yvonne Weber, 20, Studentin, Christian Henze, 23, Student und Insa Wiethaup, 28, Diplom-Sozialwirtin. Damit besteht der neue Unterbezirksvorstand der Jusos zu 75% aus Frauen – „Kein Problem!“ für Steffen Kreitz und Christian Henze, wie beide am Rande der Konferenz mit einem Augenzwinkern versicherten.
Inhaltlich haben sich die Jusos viel vorgenommen:
„Zur Kommunalwahl am 10.9. werden wir mit einem eigenen inhaltlichen Profil antreten“, so Heike Boldt. Die Konferenz habe einstimmig einen 10-Punkte-Plan beschlossen, der unter anderem die Gemeinde-/Stadt- und Kreisverwaltung auffordert, in den kommunalen Verwaltungen und Betrieben mehr Ausbildungsplätze zu schaffen, flexible, auch Wochenendöffnungszeiten von (kostenlosen) Kindertagesstätten einfordert sowie die Umrüstung aller Dörfer im Landkreis auf Bioenergie bis 2020 vorsieht.
„Mit diesem Programm werden wir nicht nur den Göttinger Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters, Wolfgang Meyer, unterstützen, sondern uns aktiv für all diejenigen SPD-KandidatInnen stark machen, die unsere Forderungen vertreten“, erklärt Heike Boldt.
Ein weiteres wichtiges Thema neben den Kommunalwahlen ist für die Jusos im Unterbezirk Göttingen das Thema Gleichstellung: „Vor Ort können wir zwar mit einem überwiegend weiblichen Vorstand als gutes Beispiel voran gehen, aber andere Strukturen sowie der Arbeitsmarkt, hier vor allem die Wirtschaft, stehen da noch hinten an“, meint Heike Boldt. Daher müsse weiter auf die Umsetzung der Gleichstellung zwischen Frau und Mann sowie auf die Chancengleichheit aller bestanden werden. „Und das werden wir hartnäckig einfordern!“
Auf der Konferenz wurde eine Arbeitsgemeinschaft gegen Rechts gegründet. Der NPD-Aufmarsch im Oktober 2005 habe gezeigt, dass eine aufklärende Arbeit notwendig sei und bei jungen Menschen ein großes Interesse daran besteht, sich gegen Rechtsextremismus stark zu machen, so die Jusos in ihrem Arbeitsprogramm. Für den Sommer planen die Jusos im Rahmen dieser Arbeit ein Konzert, welches sich gegen Rechtsextremismus wendet und zu dem namhafte Göttinger Lokalbands bereits ihre Zusage gegeben haben. „Denn Nazis“, so Heike Boldt, „haben in unserer Region nichts verloren!“
Heike Boldt
Hier geht es zum Arbeitsprogramm der Jusos im Unterbezirk Göttingen 
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