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Oktober 2005


LandeschülerInnenkongress der Jusos Niedersachsen

 

Anfang Oktober fand der Landesschülerinnenkongress der Jusos Niedersachsen, in der Albert-Einstein-Schule in Laatzen statt. Vier Jusos aus Göttingen waren auch dabei. Wir machten uns am Freitag, dem 7. Oktober gegen halb vier auf den Weg Richtung Laatzen. Da wir nur vier Leute waren, haben wir uns entschlossen mit dem Auto zu fahren. Malte, ein „Neu- Juso“, erklärte sich spontan bereit sein Auto und sich als Fahrer zur Verfügung zu stellen. Dies erleichterte unsere Anreise sehr. Denn wir waren gut bepackt, da wir alle unsere Schlafsäcke und Isomatten mitnehmen mussten, weil wir zwei Tage in der Turnhalle der Albert- Einstein- Schule nächtigen sollten.

In Laatzen angekommen, mussten wir die Schule finden. Dank eines netten Tankwartes war auch dies kein Problem. Als wir die Schule erreichten, wurden wir freundlich begrüßt und bekamen jeder ein Namenschild. Hanna, Malte und ich bekamen ein grünes und Marlena ein graues. Die Farben gaben Auskunft über das Alter. Alle die über 18 Jahre alt waren bekamen ein grünes, die noch nicht Volljährigen bekamen ein graues Namensschild.

 

Nachdem wir eingecheckt hatten wurden wir zu unserem „Schlafsaal“ geführt. Die Turnhalle war durch mehrere Trampoline und Böcke in verschiedenen Nischen eingeteilt. Jede Nische hatte einen Berühmten Schirmherren. Wie zum Beispiel Marx oder Castro. Auf einer blauen Matte lagen einige Zitate aus. Jeder Neuankömmling musste sich eines Aussuchen und es einem Schirmherren zuordnen. So wurden wir durch die Zitate in unsere Schlafnischen eingeteilt. Wie durch Zufall entschieden sich wir Göttinger alle für dasselbe Zitat. Also richteten wir uns in der Nische von Castro ein.

Um 18.00 Uhr gab es dann ein sehr leckeres Abendbrot, mit einer großen Auswahl an Wurst und Käse.

 

Bevor wir in die Gruppen für die ersten Workshops eingeteilt wurden, begrüßte uns Jannine Hamilton, die Juso-Landesvorsitzende sehr nett. Anschließend fanden die ersten Workshops des Kongresses statt, die alle sehr interessant klangen. Wir vier Göttinger entschieden uns für das Thema „Alternative Unterrichtsmethoden“. Während des Workshops, erfuhren wir einiges über das System einer Laborschule. Am Ende durften wir uns in Gruppen unsere perfekte Schule erarbeiten und diese dann vorstellen.

Um 21 Uhr wurden dann die Ergebnisse aus den Workshops im Plenum vorgestellt. Nachdem uns leider unser Leiter nicht gesagt hatte, dass dies geschehen sollte, waren wir alle froh, dass Malte sich bereit erklärte, unsere Ergebnisse unvorbereitet vorzustellen (sehr mutig)!

Den Abend ließen wir mit reichlich Bier und nicht ganz so guter Musik ausklingen.

 

Am nächsten Morgen waren wir nicht ganz so motiviert, daran änderte der Workshop „MitschülerInnen aktivieren und motivieren“ auch nicht viel. Wir hätten eher jemanden gebraucht der uns motiviert hätte. In der Zeit von 9.30 bis12 Uhr erarbeiteten wir also, wie man durch SV-Arbeit Schülerinnen motiviert aktiv an den Projekten für die Schule mitzuarbeiten. Um halb eins gab es leckere Lasagne zum Mittagessen. Als wir fast fertig waren, entdeckte Hanna leider ein eingebackenes Haar in ihrem Essen. Kurzfristig verging uns der Appetit, doch zum Glück stellten wir fest, dass es nur Kräuter und keine Haare waren.

 

Um 14 Uhr begann der anstrengendste Teil des Kongresses. Jetzt fanden nämlich die Workshops statt die vier Stunden dauern sollten. Hanna und ich belegten gleich „Marx für AnnfängerInnen“, Malte wählte „Globalisierung“ und Marlena ging zu „Rechtsextremismus“. Leider musste Malte feststellen, dass er der Einzige war, den Globalisierung interessierte. Deshalb dauerte es gar nicht lange, da waren wir ein Göttinger mehr bei „Marx“.

Der Workshop wurde durch ein Spiel eingeleitet, dass uns die Funktion des Kapitalismus näher bringen sollte.

 

Später wurden wir in Arbeitsgruppen aufgeteilt und bekamen verschiedene Texte zu lesen. Wir haben sehr viel gelernt über den Mehrwert und was Arbeit und Arbeitskraft nach Marx bedeutete.

Um 18 Uhr waren wir alle sehr müde und geschafft.

Dennoch mussten wir unsere Ergebnisse wieder dem Plenum präsentieren. Diesmal war es noch spannender, da Wolfgang Jüttner uns zuhörte. Er sprach ein kurzes Grußwort und verließ uns dann recht bald wieder.

Die Teilnehmer des Kongresses begaben sich zum Abendessen. Anschließend wurde der sehr gute Film „Die Fetten Jahre sind vorbei“ geschaut.

Wieder nach reichlich Bier verschwanden wir dann gegen drei Uhr in unseren Schlafsäcken und schliefen trotz Turnhalle recht gut.

 

Am nächsten Morgen, nach einem leckeren Frühstück, fand eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Baustelle Bildung“ statt. Auf dem Podium saßen jeweils ein Vertreter aus den Bildungspolitischen Workshops von Freitag abend und Walter Meinhold, Mitglied des Landtages und Henner Sauerland von der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.Das Ergebnis der Diskussion war eindeutig: Gesamtschulen sind das beste Konzept. Und die Landesregierung hat keine Ahnung von guten Schulreformen.

 

Und um 12 Uhr war der Kongress schon vorbei. Nach kurzer Verabschiedung von Jannine verließen die Teilnehmer die Schule und machten sich auf den Heimweg.

Wir Göttinger waren um kurz nach eins wieder zu Hause.

Im Großen und Ganzen war das ein gelungener Kongress. Da sind wir uns einig.

 

Yvonne Isabel Weber