August 2005

Coldplay „X&Y“
Für jeden der schon das Album „Rush of Blood to the Head“ von Coldplay geliebt hat ist das neue Album „X&Y“ wie das lang ersehnte Wiedersehen mit einem alten Kumpel.
Coldplay ist immer noch die stilvolle und melancholische Britische Band mit der unverwechselbaren und lieben Stimme von Sänger Chris Martin.
Die zum Teil sehr ernsten und nach innen gerichteten, einfühlsamen Texte schwimmen in Gitarren und Klavierklängen, so dass eine fast meditative Atmosphäre beim Hören entsteht.
Coldplay grübeln in ihren Texten über Zweifel, Ängste, Hoffnungen und Liebe.
Sie tun dies auf eine so ruhige, verständnisvolle Art und Weise, dass man anfängt sich mit den Themen der Songs selbst zu identifizieren und seine eigenen Gefühle in diese interpretiert.
Coldplay kann man hören, wenn man seine Ruhe haben will, zum chillen oder wenn man sich einfach mal verstanden fühlen will. Zuerst fand ich „X&Y“ nicht so gut wie das vorherige Album, aber nach ein paar Mal hören fing ich an es zu genießen und zu schätzen.
Coldplay ist nämlich nicht einfach irgendeine Musik die man „runterdudeln“ lassen sollte. „X&Y“ ist so voller Emotionen und Energie, dass es sich anfühlt als schwappte dieses Lebensgefühl auf einen über. Man muss die CD einfach komplett durchlaufen lassen. Man wird nachdenklich, fängt an zu relaxen und hat am Ende wieder neue Energie getankt.
Meiner Meinung nach ist kein einziger Song auf dieser CD überflüssig und es ist schwer einen Lieblingssong zu haben. Besonders cool finde ich allerdings noch den Hidden Track auf der CD.
Den Song hatte Coldplay für Johnny Cash’s neues Album geschrieben. Da Johnny Cash aber zuvor verstarb haben Coldplay den Song nun ihm zu Ehren auf das eigene Album übernommen.
Claudia Kühn (Gastautorin)

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