April 2005

Alle Jahre wieder - Die Juso-Unterbezirkskonferenz 2005
Einmal im Jahr trifft sich der Juso-Unterbezirk, um den Fahrplan für das nächste Jahr festzulegen und inhaltlich zu diskutieren. So auch in diesem Jahr, genauer am 19. Februar 2005 auf der Juso-Unterbezirkskonferenz.
Geladen wurde ins Forum des Parteihauses in der Nikolaistraße. Eine besondere Konferenz sollte es werden, da sich drei langjährige Vorstandsmitglieder verabschieden wollten. Doch bevor es zum Abschied kam referierte Gerd Cassing vom Regionalverband Südniedersachsen e.V. zum Thema "Infrastruktur und demographischer Wandel in Südniedersachsen", worüber anschließend diskutiert wurde. Das Referat bot einige Anknüpfungspunkte für die Juso-Arbeit und hinterließ das Gefühl, dass es viel zu tun gibt. "Die demographische Entwicklung in Südniedersachsen gilt es in den kommenden Jahren in allen Politikbereichen zu diskutieren, hier sehen wir dringenden Handlungsbedarf!", so der neue Vorsitzende Sascha John.
Mit viel Motivation und neuer Kraft im Vorstand, wird die Arbeit aufgenommen. Denn mit Stefan Christmann und Martin Koch verlassen zwar zwei Personen den Vorstand, die kontinuierlich darauf hingearbeitet haben, unentbehrlich zu sein für die Vorstandsarbeit, doch kommt mit 4 neuen Vorstandsmitglieder auch neue Kraft und neuer Wind. Sascha John als neuer Juso-Unterbezirksvorsitzender wird aber erst mal zeigen müssen, dass er Stefan gut nachfolgen kann.
Der neue Vorstand setzt sich nun wie folgt zusammen: Zum Vorsitzenden wurde der 24 jährige Student Sascha John bestimmt, und das einstimmig. Ratsherr und Student Christian Henze versucht sich in diesem Jahr als Kassierer und folgt somit auf Martin Koch. Tatkräftige Unterstützung gibt es von den Schülerinnen Hanna Naoumis und Yvonne Weber, der Auszubildenden Heike Boldt, den Studierenden Dorle Meyer, Eva Wucherpfennig sowie Matthias Ammer.
Und man hat sich einiges vorgenommen für das neue Juso-Jahr. Unter dem Motto "2005 - Das Jahr zum Nachdenken und Weichenstellen" wurde ein umfangreiches Arbeitsprogramm beschlossen. Schwerpunkte werden dabei auf die Themen Gender Mainstreaming, Familie, Zukunft des Sozialstaats sowie Zukunft der Arbeit sein. Des Weiteren wird eine neue Juso-SchülerInnen-Gruppe aufgebaut sowie Kampagnen zum Thema Europa und gegen Rechtsextremismus durchgeführt.
Genauso umfangreich wie das Arbeitsprogramm, war auch das Antragspaket, welches von der solidarischen Bürgerversicherung über Verkehrsverbund Südniedersachen und Unternehmensmitbestimmung bis Studiengebühren reichte, zum diskutieren anregte, aber komplett angenommen wurde. Konkreter heißt es: gefordert wird die Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze im Rahmen der solidarischen Bürgerversicherung, ein Jugendtarif für den ÖPNV in ganz Südniedersachsen, eine europäische Mitbestimmung nach deutschem Modell sowie ein generelles Verbot von Studiengebühren. Die Konferenz beschloss: "Es gibt keine soziale Form von Studiengebühren!"
Die Arbeit des kommenden Jahres wird neben den im Arbeitsprogramm beschlossenen Projektschwerpunkten Frauen und Gleichstellungspolitik, Familie, Zukunft des Sozialstaates und Zukunft der Arbeit auch davon geprägt sein, die personellen Weichenstellungen der SPD hinsichtlich der Wahlen 2006 zu begleiten.
Die Verabschiedung von Stefan, Martin und Melanie Neusitzer, die ebenfalls den Vorstand verlässt, viel sehr herzlich aus. Auch an dieser Stelle sei ihnen noch einmal herzlich gedankt für ihr Engagement in den letzten Jahren.
Ganz verloren haben wir sie nicht, denn greifbar bleiben sie auch in der Zukunft. Zugesagt habe sie ihre Unterstützung bereits - nur von anderer Stelle aus.
Heike Boldt

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